Schwarzes Brett

15.01.18

Pädagogischer Tag (unterrichtsfrei)

Auf der Suche nach der vergangenen Zeit  -   Ausflug nach Xanten 2017

Am Montag, den 18.09.2017 begaben sich alle Klassen der siebten Stufe in das Abenteuer der alten Römer.  Um halb neun wurden wir in einer einstündigen Busfahrt nach Xanten gebracht.  Alle schon sehr gespannt, verbrachten wir unsere Fahrt mit Stadt, Land, Fluss, oder hörten einfach Musik. Als wir den Archäologischen Park endlich erreicht hatten, wurden wir in der früheren Stadt Colonia Ulpia Traiana begrüßt.


Nach dem Passieren der Stadtmauer waren wir schon direkt mitten im Geschehen. Rechts vor uns bäumte sich das große Amphitheater auf. Alle waren direkt sehr fasziniert und in kleinen Gruppen begannen wir dann die Erkundungstour. Als wir uns um zehn nach elf am Spielplatz trafen, berichteten wir direkt von dem was wir uns schon alles angeschaut hatten. Einige der kleinen Gruppen mixten sich zu diesem Zeitpunkt neu, da manch andere nun ihren Workshop hatten. Es gab mehrere Workshops, zwischen denen wir uns schon im Vorfeld entscheiden durften. In unserem Fall waren es drei, die darin bestanden wie im alten Rom ein goldenes Namensschild, eine eigene Münze oder sogar eine eigene Wachstafel herzustellen. Beim Herstellen von Wachstafeln beispielsweise schliffen wir einen Stift (stilus), der auf der einen Seite spitz (zum Schreiben) und auf der anderen Seite flach (zum Radieren) war. Wachstafeln nutzte man früher zum Schreiben, z.B. in der Schule, da es nur teures Papyrus gab, das sich die meisten Leute nicht leisten konnten. Alle waren mit ihrem Workshop sehr zufrieden und als jeder sein handgefertigtes Souvenir fertig hatte, zeigten wir es stolz unseren Freunden. Schnell zogen wir dann aber wieder los um uns gleich noch den Hafentempel anzuschauen, welcher früher direkt an dem damals noch dort fließenden Rhein stand. Wir lernten auch, dass alle der Gebäude zwar Rekonstruktionen sind, sie aber auf der Grundlage von verschiedenen Ausgrabungen, die dort gemacht wurden, basieren. Zwei der ausgegrabenen Pfeiler des Amphitheaters wurden allerdings extra für die Besucher ausgestellt.


Außerdem bekamen wir eine Führung durch den Park. Erst wurde uns erklärte, wie die Stadt entstand und, dass sie nach dem Kaiser Trajan benannt wurde. Danach wurde uns das Amphitheater  gezeigt und erklärt. Früher gehörten zur Vorstellung u.a. Tierhetzen und die Gladiatorenkämpfe, die natürlich am beliebtesten waren. Uns wurden einige nachgebaute Gladiatoren gezeigt, u.a. der Netzkämpfer (retiarius).


Außerdem besichtigten wir die Thermen, die als „Frisch-mach-Ort“, aber auch als allgemeiner Treffpunkt dienten. Da die Römer auch früher schon nackt badeten, gab es getrennte Zeiten zwischen den Männern und Frauen. Mittags bis nachmittags waren die Frauen an der Reihe und nachmittags bis abends die Männer. Gereinigt wurde, bevor man ins Wasser ging, mit Öl und einem Schaber. Das Öl diente als Seife und der Schaber schabte diese wieder ab. Es gab ein frigidarium (Kaltbad), tepidarium (Lauwarmbad) und caldarium (Heißbad). Das caldarium wurde durch einen Ofen von Sklaven betrieben und heizte sowohl Wasser als auch Wand und Fußboden. Dort war es fast unmöglich ohne Holzschuhe o.Ä. zu laufen, ohne sich die Füße zu verbrennen.

Nach der Führung besichtigten wir dann auch noch das große Römermuseum, indem wir viel über die Entstehung aber auch über den Untergang der Römer lernten. Außerdem gab es dort viele Ausstellungstücke, die wir anschauen, anfassen und sogar ausprobieren durften. Gegen vier Uhr traten wir dann den Heimweg an. Wir waren zwar noch keine richtigen Römer, aber wir wussten nun jede Menge mehr über ihr Leben und wie sie dachten. Als wir das ASG wieder erreichten, endete dieser lange (natürlich mit einer Pommes-Pause) und sehr interessante Ausflug. 
Im Allgemeinen glauben wir, dass es ein sehr gelungener Tag war bei dem es, vielleicht besonders für die Lateiner, spannend war wieder zu erkennen was man schon über das alte Rom gelernt hat.
Wir fanden, es war ein sehr gelungener Ausflug.

Mia B. und Lena M.

[zurück]